Die "Galgenschanze"

Der Ausdruck "Galgenschanze" stammt aus der Zeit der Napoleonischen Kriege und es ist ziemlich offensichtlich was dort in den Jahren um 1793 geschehen ist. Vor dieser Zeit war es eine friedliche Landschaft mit viel Wald. Fußgänger und Reiter die nach Hohenecken oder Dansenberg wollten, nahmen den kurzen Weg über die Galgenschanze. Nach den Kriegen war es dann wieder friedlich und still um die Galgenschanze. Bis dann im Jahre 1910 das Gebiet in die Siedlungsplanung mit einbezogen wurde. Bereits schon vor 1933 war ein Teil der Siedlung bewohnt.
Zu erwähnen wäre noch die Nachbarschaft zur Fa. Pfaff, die mit ihrer Existenz zum großen Teil auch die Geschichte der Galgenschanze mitgeprägt hat.
Es war ein weiter Weg von der handwerklichen Fertigung der ersten Pfaff-Nähmaschine im Jahre 1862 bis zum heutigen Großunternehmen Pfaff. Die Fa. Pfaff entwickelte sich zur größten europäischen Nähmaschinenfabrik und bot in ihren Glanzzeiten vielen Anwohnern Brot und Arbeit.

Durch die schlechter gewordene Wirtschaftslage und durch Überalterung im Wohngebiet haben sich die sozialen Strukturen verändert. Soziale Bindungen sind verlorengegangen und Kontakte abgebrochen. Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft ist kaum mehr möglich und daraus resultiert Vereinsamung. "Alte Knacker e.V." und "Förderverein Wohngebiet Galgenschanze" haben sich zur Aufgabe gemacht hier entgegenzuwirken. Schon vor der Gründung des Fördervereins im Jahre 1996, war es allen Mitgliedern klar, daß die Menschen eine Begegnungsstätte brauchen wo sie hinkönnen. Nicht nur wenn sie allein, krank, alt, behindert oder gerade in einer Krise sind, sondern sich in einer Gemeinschaft willkommen fühlen dürfen. Ist es nicht schön Freunde zu haben, mit denen man sich sozial und kulturell engagieren kann - wo man mit Lust und Liebe gemeinsames erleben kann und wo es gemütlich ist. Deshalb ist mitten im Wohngebiet Galgenschanze eine solche Stätte entstanden und die Maßnahmen und Aktionen des Fördervereins haben bei der Verwirklichung dieser Begegnungsstätte einen großen Anteil geleistet. Aber auch die Stadt Kaiserslautern mit allen Vertretern, sowie Parteien und das Land Rheinland-Pfalz standen mit bemerkenswerter Hilfe hinter diesem großartigen Projekt.